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wiki:wanderschmied

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wiki:wanderschmied [2026/03/19 06:22] – ["Amesbury Archer" oder "King of Stonehenge"] Norbert Lüdtkewiki:wanderschmied [2026/03/19 18:20] (aktuell) – [Schmied, Eisenstab und Seherin] Norbert Lüdtke
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 ====== Schmiede und Wanderschmiede ====== ====== Schmiede und Wanderschmiede ======
  
-Der Topos des wandernden Schmiedes ist weit verbreitet, siehe unten die Ausstellungen. Zweifelsohne gab es ihn, siehe unten den //King of Stonehenge// sowie die offensichtliche Verbreitung metallurgischer Techniken, Gußformen und Produkte über weite Räume, die nur durch wandernde Schmiede erfolgt sein kann. Im Folgenden wird zusammengetragen, was auf wandernde Schmiede hinweist und was nicht.+Der Topos des wandernden Schmiedes ist weit verbreitet, siehe die Ausstellungen unten. Zweifelsohne gab es ihn, siehe unten den //King of Stonehenge// sowie die offensichtliche Verbreitung metallurgischer Techniken, Gußformen und Produkte über weite Räume, die nur durch wandernde Schmiede erfolgt sein kann. Im Folgenden wird zusammengetragen, was auf wandernde Schmiede hinweist und was nicht.
  
 ===== Begriff und Kategorie ===== ===== Begriff und Kategorie =====
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 //Etymologisch// verbindet der Begriff Schmied ursprünglich die Holz- und Metallverarbeitung über das Arbeiten mit einem scharfen Werkzeug. ((Wurzel ie. *smēi-, *sməi-, *smī̌- ‘schnitzen, mit einem scharfen Werkzeug arbeiten’ [[https://www.dwds.de/wb/Schmied|DWDS]])) //Etymologisch// verbindet der Begriff Schmied ursprünglich die Holz- und Metallverarbeitung über das Arbeiten mit einem scharfen Werkzeug. ((Wurzel ie. *smēi-, *sməi-, *smī̌- ‘schnitzen, mit einem scharfen Werkzeug arbeiten’ [[https://www.dwds.de/wb/Schmied|DWDS]]))
  
-Das Englische differenziert:+Das Englische differenziert primär nach Farben:
   * Blacksmith als Eisenschmied   * Blacksmith als Eisenschmied
   * Brownsmith als Kupferschmied   * Brownsmith als Kupferschmied
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   * Silversmith    * Silversmith 
  
-//Archäologisch// werden Grablegen als 'Schmiedegrab' (allgemein: Handwerkergrab) gedeutet, wenn entsprechendes Werkzeug beigegeben wurde, weniger interpretierend und genauer wäre „Gräber mit Schmiedewerkzeugen“ (Michael Müller-Wille) bzw. „graves containing blacksmith´s tools“ (Thorleif Sjövold); unbenutzte Werkzeuge können auch als Zeichen für etwas anderes aufgefasst werden. Zudem können Gelenk- und Knochenbefunde Anzeichen schmiedetypischer Belastungen zeigen. Ein weiteres, aber schwaches Indiz ist die Verwendung von Eisenschlacke und Raseneisenerz beim Bau des Grabes.+//Archäologisch// werden Grablegen als 'Schmiedegrab' (allgemein: Handwerkergrab) gedeutet, wenn entsprechendes Werkzeug beigegeben wurde, weniger interpretierend und genauer wäre „Gräber mit Schmiedewerkzeugen“ (Michael Müller-Wille) bzw. „graves containing blacksmith´s tools“ (Thorleif Sjövold); unbenutzte Werkzeuge können auch als Zeichen für etwas anderes aufgefasst werden. Ein starkes Indiz sind osteopathische Gelenk- und Knochenbefunde mit Anzeichen schmiedetypischer Belastungen. Ein eher schwaches Indiz ist die Verwendung von Eisenschlacke und Raseneisenerz beim Bau des Grabes.
   * ''Jockenhövel, Albrecht''\\ //Nemo nascitur artifex. Zum Kontext bronzezeitlichen Wissens.//\\ S.9--41 in: Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster 4 (2019): 9. [[https://books.google.co.nz/books?id=W0DODwAAQBAJ&lpg=PA9&ots=MpdGk1otWH&dq=Wanderhandwerker&lr&hl=de&pg=PA9#v=onepage&q=Wanderhandwerker&f=false|Online]]\\ Der Autor wertete 520 Handwerkergräber mit deren Beigaben aus und betont die "völlige Integration der beigesetzten Handwerker  in die jeweilige örtliche bzw. regionale Tradition" und nennt als einzigen Nachweis eines mobilen Handwerkers den "King of Stonehenge" (s.u.)   * ''Jockenhövel, Albrecht''\\ //Nemo nascitur artifex. Zum Kontext bronzezeitlichen Wissens.//\\ S.9--41 in: Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster 4 (2019): 9. [[https://books.google.co.nz/books?id=W0DODwAAQBAJ&lpg=PA9&ots=MpdGk1otWH&dq=Wanderhandwerker&lr&hl=de&pg=PA9#v=onepage&q=Wanderhandwerker&f=false|Online]]\\ Der Autor wertete 520 Handwerkergräber mit deren Beigaben aus und betont die "völlige Integration der beigesetzten Handwerker  in die jeweilige örtliche bzw. regionale Tradition" und nennt als einzigen Nachweis eines mobilen Handwerkers den "King of Stonehenge" (s.u.)
   * ''Harald Meller, Roberto Risch, Ernst Pernicka'' (Hg.)\\ //Metalle der Macht - Frühes Gold und Silber//\\ 6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Halle (Saale): Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, 2014.   * ''Harald Meller, Roberto Risch, Ernst Pernicka'' (Hg.)\\ //Metalle der Macht - Frühes Gold und Silber//\\ 6. Mitteldeutscher Archäologentag vom 17. bis 19. Oktober 2013 in Halle (Saale). Halle (Saale): Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt, 2014.
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   * ''Ulrich Graser''\\ //Der Bogenschütze von Amersbury.//\\ Ein Schweizer als Kulturbringer.\\ in: G/Geschichte, Heft 2/2014, S. 56f.; Augsburg: Bayard Media   * ''Ulrich Graser''\\ //Der Bogenschütze von Amersbury.//\\ Ein Schweizer als Kulturbringer.\\ in: G/Geschichte, Heft 2/2014, S. 56f.; Augsburg: Bayard Media
  
-==== Völundr ====+==== Völundr/Wieland ====
  
 Die //Völundarkviða// erzählt die Geschichte des Schmiedes ''Völundr'' (=Wieland, Wēlund, Velent, ᚹᛖᛚᚩᛞᚢ wela[n]du); der Name ist verwandt mit aisl. //vella// `zum Sieden oder Schmelzen bringen, zusammenschweißen < PIE //u̯el-7// drehen, winden, wälzen; sein Handwerk lehrte ihm der mythische Mimir. Der älteste archäologische Hinweis auf diesen Schmied ist eine Münze, ein Solidus des 6. Jahrhunderts ((''Berghaus, P. & Schneider, K.''\\ //Anglo-friesische Runensolidi im Licht des Neufundes von Schweindorf (Ostfriesland)// Köln 1967, siehe auch [[https://www.frisiacoasttrail.com/post/2019/11/16/weladu-the-flying-blacksmith|wayland]])). ''Alfred der Große'' (848–899), König der West-Sachsen, bezeichnet ihn als »vísi álfa« `weisen Alben´, also etymologisch *albaz `Handwerker, magischer Helfer´, goth. arb-aiþs) guter Abstammung. Das altnordische vǫlundar bedeutet auch `Erbauer´; völdug ((vǫldugr, veldugr, voldugr, valdugr)) meint `kraftvoll, mächtig´. Dem Schmied Völundr entsprechen der irische //Goibhniu//, walisischer //Gofannon// und der normannische //lé bélengi//. Dieser mythische Schmied hinkte, ebenso wie seine Pendants Vulcano und Hephaistos, römischer bzw. griechischer Schmied der Sagen. Die //Völundarkviða// erzählt die Geschichte des Schmiedes ''Völundr'' (=Wieland, Wēlund, Velent, ᚹᛖᛚᚩᛞᚢ wela[n]du); der Name ist verwandt mit aisl. //vella// `zum Sieden oder Schmelzen bringen, zusammenschweißen < PIE //u̯el-7// drehen, winden, wälzen; sein Handwerk lehrte ihm der mythische Mimir. Der älteste archäologische Hinweis auf diesen Schmied ist eine Münze, ein Solidus des 6. Jahrhunderts ((''Berghaus, P. & Schneider, K.''\\ //Anglo-friesische Runensolidi im Licht des Neufundes von Schweindorf (Ostfriesland)// Köln 1967, siehe auch [[https://www.frisiacoasttrail.com/post/2019/11/16/weladu-the-flying-blacksmith|wayland]])). ''Alfred der Große'' (848–899), König der West-Sachsen, bezeichnet ihn als »vísi álfa« `weisen Alben´, also etymologisch *albaz `Handwerker, magischer Helfer´, goth. arb-aiþs) guter Abstammung. Das altnordische vǫlundar bedeutet auch `Erbauer´; völdug ((vǫldugr, veldugr, voldugr, valdugr)) meint `kraftvoll, mächtig´. Dem Schmied Völundr entsprechen der irische //Goibhniu//, walisischer //Gofannon// und der normannische //lé bélengi//. Dieser mythische Schmied hinkte, ebenso wie seine Pendants Vulcano und Hephaistos, römischer bzw. griechischer Schmied der Sagen.
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   * ''Maillefer, Jean-Marie''\\ //Essai sur Völundr-Weland//\\ La religion scandinave ancienne a-t-elle connu un dieu forgeron?\\ S. 331-352 in: ''Lecouteux, Claude'' et al.\\ Hugur: mélanges d'histoire, de littérature et de mythologie offerts à Régis Boyer pour son 65e anniversaire. Paris 1997: Presses de l'Université de Paris-Sorbonne.   * ''Maillefer, Jean-Marie''\\ //Essai sur Völundr-Weland//\\ La religion scandinave ancienne a-t-elle connu un dieu forgeron?\\ S. 331-352 in: ''Lecouteux, Claude'' et al.\\ Hugur: mélanges d'histoire, de littérature et de mythologie offerts à Régis Boyer pour son 65e anniversaire. Paris 1997: Presses de l'Université de Paris-Sorbonne.
   * ''Robert Nedoma''\\ //Wieland der Schmied//\\ Spalte 778 bis 781 in: Ranke, Kurt, Rolf Wilhelm Brednich, Doris Boden: Enzyklopädie des Märchens: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Bd. 14, Lfg.2 Berlin: De Gruyter.   * ''Robert Nedoma''\\ //Wieland der Schmied//\\ Spalte 778 bis 781 in: Ranke, Kurt, Rolf Wilhelm Brednich, Doris Boden: Enzyklopädie des Märchens: Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden Erzählforschung. Bd. 14, Lfg.2 Berlin: De Gruyter.
 +  * ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ S. 279–335 in: A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8.) Neumünster: ZBSA.\\ Zu Ardre VIII S. 284–287
   * ''Schmich, Otto Klaus''\\ //Der Ursprung des Wieland?//\\ 4 S. 2004. [[https://www.ingeborgschmich.de/Nibelungen/Dokumente/Wieland.pdf|Online]] urn:nbn:de:1111-2004091516   * ''Schmich, Otto Klaus''\\ //Der Ursprung des Wieland?//\\ 4 S. 2004. [[https://www.ingeborgschmich.de/Nibelungen/Dokumente/Wieland.pdf|Online]] urn:nbn:de:1111-2004091516
  
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 Die Weissagung einer //vǫlva// bildet das erste Lied //Voluspá// der älteren Edda. Die //Edda// ((''Friedrich Wilhelm Bergmann''\\ //Die Edda-Gedichte der nordischen Heldensage//\\ Strassburg, Trübner, 1879; SnE 1998, I, 24-5))) berichtet, dass die Jötin ''Griðr'' (Gridur, Greth, Graith > `Gier, Heftigkeit´) dem ''Thor'' Þórr Waffen lieh, nämlich den Stab //Gríðarvǫlr//, den Stärke[[gürtel|gürtel]] und die Eisenhandschuhe. Damit wurde die Völva zur Mittlerin zwischen Schmied und Kämpfer, zwischen Welt und Gott, übernahm also die Rolle des [[wiki:trickster|Trickster]] ((''Margaret Clunies Ross, B. K. Martin''\\ //Narrative Structure and Intertextuality in Snorri’s Edda: The example of Þórr’s encounter with Geirrøðr//\\ In: Lindow et al. 1986, 56-72, hier: 61, 67)). //[[wiki:Vilsinn|Vilsinn]] vǫlu// ist eine Umschreibung (kenning) für `Trollfrau´. Die Weissagung einer //vǫlva// bildet das erste Lied //Voluspá// der älteren Edda. Die //Edda// ((''Friedrich Wilhelm Bergmann''\\ //Die Edda-Gedichte der nordischen Heldensage//\\ Strassburg, Trübner, 1879; SnE 1998, I, 24-5))) berichtet, dass die Jötin ''Griðr'' (Gridur, Greth, Graith > `Gier, Heftigkeit´) dem ''Thor'' Þórr Waffen lieh, nämlich den Stab //Gríðarvǫlr//, den Stärke[[gürtel|gürtel]] und die Eisenhandschuhe. Damit wurde die Völva zur Mittlerin zwischen Schmied und Kämpfer, zwischen Welt und Gott, übernahm also die Rolle des [[wiki:trickster|Trickster]] ((''Margaret Clunies Ross, B. K. Martin''\\ //Narrative Structure and Intertextuality in Snorri’s Edda: The example of Þórr’s encounter with Geirrøðr//\\ In: Lindow et al. 1986, 56-72, hier: 61, 67)). //[[wiki:Vilsinn|Vilsinn]] vǫlu// ist eine Umschreibung (kenning) für `Trollfrau´.
  
-Der eiserne Stab //Vǫlr// konnte profan Bratspieß (iron spit) über dem Feuer, Webschwert (weaving sword). Als Waffe verlieh er physische Macht, als Völva-Stab (→ [[voelva#Vǫlr, Gandr, Wand & Seiðr|Vǫlr, Gandr, Wand & Seiðr]]) spirituelle Macht. Solche Stäbe waren 60-90 cm lang und bestanden aus Raseneisenerz. Bratspieße waren ebenso tordiert (in sich verdreht) wie Völva-Stäbe, jedoch weisen letztere noch korbähnliche Aufsätze aus. Schmiede und Seherin waren gleichermaßen Außenseiter und zuständig für Transformation; die "wandernde Seherin" ist als Figur dem Wanderschmied vergleichbar.+Der eiserne Stab //Vǫlr// konnte profan Bratspieß (iron spit) über dem Feuer, Webschwert (weaving sword). Als Waffe verlieh er physische Macht, als Völva-Stab (→ [[voelva#Vǫlr, Gandr, Wand & Seiðr|Vǫlr, Gandr, Wand & Seiðr]]) spirituelle Macht. Solche Stäbe waren 60-90 cm lang und wurden aus Raseneisenerz hergestellt. Bratspieße waren ebenso tordiert (das Verwinden mehrerer Rundstäbe) wie Völva-Stäbe, jedoch weisen letztere noch korbähnliche Aufsätze aus. Schmiede und Seherin waren gleichermaßen Außenseiter und zuständig für Transformation; die "wandernde Seherin" ist als Figur dem Wanderschmied vergleichbar.
  
 Dieselben Elemente - Mann, Frau, Eisenstab - finden sich in besonders aufwändigen Steingräbern ((''Leszek Gardeła''\\ //The Good, the Bad and the Undead New Thoughts on the Ambivalence of Old Norse Sorcery//\\ in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press)), während sich die Ambivalenz `guter´ und `böser´ Zauberkraft in zwei unterschiedlichen Bestattungsformen spiegelt ((''Nedoma, Robert''\\ //Die bildlichen und schriftlichen Denkmäler der Wielandsage.//\\ Göppinger Arbeiten zur Germanistik 490. Göppingen 1988: Kümmerle. zu Ardre  VII   S. 27-31.\\ ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ In A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8. Neumünster: ZBSA, 279–335; Ardre VIII S. 284–287\\ ''Reymann, A.''\\ //Schwangere, Scharfrichter und Schamanen//.\\ Überlegungen zur archäologischen Nachweisbarkeit in vermeintlich normierten Sonderbestattungen.\\ Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster, 4, 2020, 147)). Dieselben Elemente - Mann, Frau, Eisenstab - finden sich in besonders aufwändigen Steingräbern ((''Leszek Gardeła''\\ //The Good, the Bad and the Undead New Thoughts on the Ambivalence of Old Norse Sorcery//\\ in: Ney, Agneta. 2009. Á austrvega : Saga and East Scandinavia; preprint papers of the 14th International Saga Conference, Uppsala, 9th-15th August 2009. 1 1. Gävle: Gävle University Press)), während sich die Ambivalenz `guter´ und `böser´ Zauberkraft in zwei unterschiedlichen Bestattungsformen spiegelt ((''Nedoma, Robert''\\ //Die bildlichen und schriftlichen Denkmäler der Wielandsage.//\\ Göppinger Arbeiten zur Germanistik 490. Göppingen 1988: Kümmerle. zu Ardre  VII   S. 27-31.\\ ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ In A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8. Neumünster: ZBSA, 279–335; Ardre VIII S. 284–287\\ ''Reymann, A.''\\ //Schwangere, Scharfrichter und Schamanen//.\\ Überlegungen zur archäologischen Nachweisbarkeit in vermeintlich normierten Sonderbestattungen.\\ Spezialisierungen in der Bronzezeit: Archäologische Quellen und Modelle. Beiträge zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Bronzezeit auf der 83. Tagung des Nordwestdeutschen Verbandes für Altertumsforschung e. V. 18.-21. September 2016 in Münster, 4, 2020, 147)).
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   * ''Eliade, Mircea''\\ //Schmiede und Alchemisten//.\\ Mythos und Magie der Machbarkeit.\\ Aus dem Französischen von Emma von Pelet. 249 S. Stuttgart Klett 1960.   * ''Eliade, Mircea''\\ //Schmiede und Alchemisten//.\\ Mythos und Magie der Machbarkeit.\\ Aus dem Französischen von Emma von Pelet. 249 S. Stuttgart Klett 1960.
   * ''Gunnar Gransche''\\ //Lebenswelt Handwerk – Der Schmied im Frühmittelalter. Artisan Realities – The Blacksmith in Early Medieval Times//\\ S. 66--82 in: Hauke Kenzler, Hans Losert (Hg.): Die Rekonstruktion mittelalterlicher Lebenswelten. The Reconstruction of Medieval Lifeworlds. Ein Kolloquium zum 60. Geburtstag von Ingolf Ericsson (=Bamberger Kolloquien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, 2) 2015 Verlag der Buchhandlung Eckhard Bodner, Pressath. [[https://www.academia.edu/download/44538910/Rekonstruktion_Kenzler_Losert.pdf#page=66|Online]]   * ''Gunnar Gransche''\\ //Lebenswelt Handwerk – Der Schmied im Frühmittelalter. Artisan Realities – The Blacksmith in Early Medieval Times//\\ S. 66--82 in: Hauke Kenzler, Hans Losert (Hg.): Die Rekonstruktion mittelalterlicher Lebenswelten. The Reconstruction of Medieval Lifeworlds. Ein Kolloquium zum 60. Geburtstag von Ingolf Ericsson (=Bamberger Kolloquien zur Archäologie des Mittelalters und der Neuzeit, 2) 2015 Verlag der Buchhandlung Eckhard Bodner, Pressath. [[https://www.academia.edu/download/44538910/Rekonstruktion_Kenzler_Losert.pdf#page=66|Online]]
-  * ''Hinton, D.''\\ //A Smith in Lindsey: the Anglo-Saxon Grave at Tattershall Thorpe, Lincolnshire//\\ Society for Medieval Archaeology Monograph Series No. 16, 2000.\\ Der Autor führt aus, dass die mitgeführte "copper-brazed handbell" nicht nur eine symbolische, sondern auch eine praktische Bedeutung hatte, indem sie seine Anwesenheit laut verkündete. King Wihtred of Kent (c. AD 695) hatte verordnet, dass Fremde sich bemerkbar zu machen hätten, andernfalls sie als Diebe verdächtigt würden. 
   * ''Jockenhövel, Albrecht''\\ //Arbeiten an Ofen und Tiegel. Frühe Metallurgen und Künstler.//\\ S. 36--40 in: Bronzezeit in Deutschland, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-1110-8 [[https://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/15a71df4-e248-4170-a6d6-2e46e7a23272/1994_jocke_arbei.pdf|Online]]\\ S. 37: >>Darüber hinaus wird es auch Wanderhandwerker gegeben haben. Nur aus diesem engen Kontakt der Künstler, Handwerker (Abb. 29), »Händler« und anderer Personen untereinander ist die über weite Strecken feststellbare Einheitlichkeit  vieler bronzezeitlicher Kulturzüge zu erklären.<<   * ''Jockenhövel, Albrecht''\\ //Arbeiten an Ofen und Tiegel. Frühe Metallurgen und Künstler.//\\ S. 36--40 in: Bronzezeit in Deutschland, Stuttgart 1994, ISBN 3-8062-1110-8 [[https://repositorium.uni-muenster.de/document/miami/15a71df4-e248-4170-a6d6-2e46e7a23272/1994_jocke_arbei.pdf|Online]]\\ S. 37: >>Darüber hinaus wird es auch Wanderhandwerker gegeben haben. Nur aus diesem engen Kontakt der Künstler, Handwerker (Abb. 29), »Händler« und anderer Personen untereinander ist die über weite Strecken feststellbare Einheitlichkeit  vieler bronzezeitlicher Kulturzüge zu erklären.<<
   * ''Albrecht Jockenhövel''\\ //Gießer und Schmiede im bronzezeitlichen Bulgarien.//\\ S. 75–79 in: S. Haag, C. Popov, B. Horejs, S. Alexandrov, & G. Plattner (Hg.): Das erste Gold: Ada Tepe. Das älteste Goldbergwerk Europas. Wien 2017: Verlag der Österreichische Akademie der Wissenschaften   * ''Albrecht Jockenhövel''\\ //Gießer und Schmiede im bronzezeitlichen Bulgarien.//\\ S. 75–79 in: S. Haag, C. Popov, B. Horejs, S. Alexandrov, & G. Plattner (Hg.): Das erste Gold: Ada Tepe. Das älteste Goldbergwerk Europas. Wien 2017: Verlag der Österreichische Akademie der Wissenschaften
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   * ''Motz, L.''\\ //The Wise One of the Mountain: Form, Function and Significance of the Subterranean Smith//\\ (=Göppinger Arbeiten zu Germanistik, 379) Göppingen 1983: Kümmerle   * ''Motz, L.''\\ //The Wise One of the Mountain: Form, Function and Significance of the Subterranean Smith//\\ (=Göppinger Arbeiten zu Germanistik, 379) Göppingen 1983: Kümmerle
   * ''Nieling, Jens''\\ //Die Einführung der Eisentechnologie in Südkaukasien und Ostanatolien während der Spätbronze- und Früheisenzeit//\\ Diss. Tübingen 2009. (=Black Sea Studies, 10)  Aarhus: Universitetsforlaget   * ''Nieling, Jens''\\ //Die Einführung der Eisentechnologie in Südkaukasien und Ostanatolien während der Spätbronze- und Früheisenzeit//\\ Diss. Tübingen 2009. (=Black Sea Studies, 10)  Aarhus: Universitetsforlaget
-  * ''Oehrl, Sigmund''\\ //Bildliche Darstellungen vom Schmied Wieland und ein unerwarteter Auftritt in Walhall.//\\ S. 279–335 in: A. Pesch, R. Blankenfeldt (Hg.): Goldsmith Mysteries. The Elusive Gold Smithies of the North. Papers Presented at the Workshop Organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA), Schleswig 2012, 20./21. Juni 2011. (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums. Ergänzungsreihe 8.) Neumünster: ZBSA.\\ Zu Ardre VIII S. 284–287 +  * ''Alexandra Pesch'', ''Ruth Blankenfeldt'' (Hg.)\\ //Goldsmith Mysteries: Archaeological, Pictorial and Documentary Evidence from the 1st Millennium AD in Northern Europe//\\ Papers presented at a workshop organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA) Schleswig, October 20th and 21st, 2011 (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums, Ergänzungsreihe 8) Neumünster 2012: Wachholtz. [[https://toc.library.ethz.ch/objects/pdf03/e32_978-3-529-01878-7_01.pdf|Inhalt]]
-  * ''Alexandra Pesch'', ''Ruth Blankenfeldt'' (Hg.)\\ //Goldsmith Mysteries: Archaeological, Pictorial and Documentary Evidence from the 1st Millennium AD in Northern Europe//\\ Papers presented at a workshop organized by the Centre for Baltic and Scandinavian Archaeology (ZBSA) Schleswig, October 20th and 21st, 2011 (=Schriften des Archäologischen Landesmuseums, Ergänzungsreihe 8) Neumünster 2012: Wachholtz. [[Goldsmith Mysteries|Inhalt]]+
   * ''Pleiner, R.''\\ //Iron in Archaeology: Early European Blacksmiths//\\ Praha 2006: Archeologický ústav AV ČR.   * ''Pleiner, R.''\\ //Iron in Archaeology: Early European Blacksmiths//\\ Praha 2006: Archeologický ústav AV ČR.
   * ''Preßlinger, H., Eibner, C.''\\ //Phosphorlegierter keltischer Stahl – hart, zäh und korrosionsbeständig//\\ BHM Berg-und Hüttenmännische Monatshefte 154.11 (2009): 534. [[https://doi.org/10.1007/s00501-009-0512-8|DOI]]   * ''Preßlinger, H., Eibner, C.''\\ //Phosphorlegierter keltischer Stahl – hart, zäh und korrosionsbeständig//\\ BHM Berg-und Hüttenmännische Monatshefte 154.11 (2009): 534. [[https://doi.org/10.1007/s00501-009-0512-8|DOI]]
   * ''M. J. Rowlands''\\ //The Archaeological Interpretation of Prehistoric Metalworking//\\ World Archaeology, 3.2 (1971) 210-224  [[https://www.jstor.org/stable/124073|Online]]    * ''M. J. Rowlands''\\ //The Archaeological Interpretation of Prehistoric Metalworking//\\ World Archaeology, 3.2 (1971) 210-224  [[https://www.jstor.org/stable/124073|Online]] 
-  * ''Ruben, Walter''\\ //Eisenschmiede und Dämonen in Indien//.\\ Ergebnisse einer Reise, die mit Unterstützung des Forschungs-Institutes für Kulturmorphologie in Frankfurt a.M. und des Türkischen Unterrichtsministerium durchgeführt wurde.\\ Mit 60 Abb. auf 33 Taf. XX, 306 S. Leiden 1939: Brill. +  * ''Rudolf Schlögl''\\ //Europas Frühe Neuzeit. Geschichte und Theorie einer Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne.//\\ Göttingen 2025: Wallstein, S. 643 ff.:\\ Schlögl betrachtet die funktionale Differenzierung durch technische Entwicklung im [[transport|Transport]]wesen hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Kosten [[system|systemtheoretisch]].
-  * ''Rudolf Schlögl''\\ //Europas Frühe Neuzeit. Geschichte und Theorie einer Gesellschaft auf dem Weg in die Moderne.//\\ Göttingen 2025: Wallstein, S. 643 ff.:\\ Schlögl betrachtet die funktionale Differenzierung durch technische Entwicklung im Transportwesen hinsichtlich Reisegeschwindigkeit und Kosten [[system|systemtheoretisch]].+
   * ''Sörman, Anna''\\ //Gjutningens arenor: metallhantverkets rumsliga, sociala och politiska organisation i södra Skandinavien under bronsåldern.//\\ Diss. 317 S. Institutionen för arkeologi och antikens kultur, Stockholms universitet, 2018. [[https://www.academia.edu/download/59009506/Anna_Sorman_monografi_webboptimerad20190423-92575-1wk1jms.pdf|Online]]   * ''Sörman, Anna''\\ //Gjutningens arenor: metallhantverkets rumsliga, sociala och politiska organisation i södra Skandinavien under bronsåldern.//\\ Diss. 317 S. Institutionen för arkeologi och antikens kultur, Stockholms universitet, 2018. [[https://www.academia.edu/download/59009506/Anna_Sorman_monografi_webboptimerad20190423-92575-1wk1jms.pdf|Online]]
   * ''Turck, Rouven''\\ //Die Metalle zur Zeit des Jungneolithikums in Mitteleuropa. Eine sozialarchäologische Untersuchung.//\\ Literaturverz. S. [105] - 118, Magisterarbeit, Universität Heidelberg 2008; Bonn 2010: Habelt. [[https://digitale-objekte.hbz-nrw.de/storage/2010/12/25/file_9/4003828.pdf|Inhalt]]    * ''Turck, Rouven''\\ //Die Metalle zur Zeit des Jungneolithikums in Mitteleuropa. Eine sozialarchäologische Untersuchung.//\\ Literaturverz. S. [105] - 118, Magisterarbeit, Universität Heidelberg 2008; Bonn 2010: Habelt. [[https://digitale-objekte.hbz-nrw.de/storage/2010/12/25/file_9/4003828.pdf|Inhalt]] 
  
-==== Außerhalb Europas ==== 
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-  * ''Bollig, Michael''\\ //Hunters, foragers, and singing smiths: The metamorphoses of peripatetic peoples in Africa.//\\ S. 195--232 in: Joseph C. Berland, Aparna Rao (Hg.): Customary Strangers: New Perspectives on Peripatetic Peoples in the Middle East, Africa, and Asia. Westport 2004: Praeger. [[https://books.google.co.nz/books?id=fkksEQAAQBAJ&lpg=PA195&ots|Online]] 
-  *''de Maret, P.''\\ //The smith’s myth and the origin of leadership in Central Africa.//\\ S.: 73–87 in: R. Haaland & P. Shinnie (Hg.): African iron working: Ancient and traditional. Oslo 1985: Norwegian University Press. 
-  * ''Cuénod, A.''\\ //Metalworking in Pre-Islamic North Africa: A View from the Garamantian Oases.//\\ S. 211-258: ''Duckworth, C.N.'', ''Cuénod, A.'', ''Mattingly, D.J.'' (Hg.): Mobile Technologies in the Ancient Sahara and Beyond. Cambridge University Press 2020. 
-  * ''Dickson, H.R.P.''\\ //The Arab of the Desert: A Glimpse into Badawin Life in Kuwait and Sau'di Arabia.//\\ London 1949/1972 (5.A.): Allen & Unwin, [[https://api.taylorfrancis.com/content/books/mono/download?identifierName=doi&identifierValue=10.4324/9781315727462&type=googlepdf|Inhalt]], darin u.a.: 
-    *  Kapitel: The Salúki, S. 374–378, in dem Dickson beschreibt, dass die Soluby kamen, um Kessel zu flicken und Hufeisen zu fertigen. 
-  * ''Robert Eisler''\\ //Die kenitischen Weihinschriften der Hyksoszeit im Bergbaugebiet der Sinaihalbinsel und einige andere unerkannte Alphabetdenkmäler aus der Zeit der XII. bis XVII. Dynastie//\\ Eine Schrift- und Kulturgeschichtliche Untersuchung. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg 1919\\ Ein Wortumfeld für Schmiede und Eselnomaden. 
-  * ''Gaß, Erasmus''\\ //Die Keniter: Stamm oder Berufsstand?//\\ S. 229–256 in: Walter Groß, Erasmus Gaß (Hg.): Studien zum Richterbuch und seinen Völkernamen, Stuttgart 2012: Katholisches Bibelwerk [[https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/94557/file/94557.pdf|Online]] 
-  * ''Henninger, J.''\\ //Pariastämme in Nordarabien: 1. Ṣlēb//\\ S. 215 in: Arabica Varia – Aufsätze zur Kulturgeschichte Arabiens und seiner Randgebiete, Göttingen 1989\\ Ṣlēb = Soluby  
-  * ''Siegbert Hummel''\\ //Der Göttliche Schmied in Tibet//\\ Folklore Studies, 19 (1960) 251-272. 
-  * ''W. M. Flinders Petrie''\\ ''The Metals in Egypt''\\ Ancient Egypt 75 (1915) 12--23\\ S. 23: //>>The name of the Chalybes from which the Greeks took their name for the metal is apparently Semitic in origin. It seems obviously connected with the Arabic halaby, a tinker; and with the well known mutation of h and s we can hardly refuse to see in this the soluby or steel worker of Arabia. This word solb for steel is Semitic, as it is clearly derived from iron being the strongest material; solb is loins, the strongest part; salib is firm or hard; salebah, solidity; solb, steel; soluby a steel worker; halaby a tinker; Chalybes, the iron workers; Chalups, iron; and our own word chalybeate ends the chain. Whether the distinction between sideros and khalups was that of iron and steel, deserves to be considered, certainly the Assyrian tools found in Egypt are mostly mild steel, as they can be permanently magnetised.<<//  
-  * ''Benjamin W. Roberts'', ''Christopher P. Thornton'' (Hg.)\\ //Archaeometallurgy in Global Perspective. Methods and Syntheses.//\\ XIII, 868 S. Springer 2014 [[https://doi.org/10.1007/978-1-4614-9017-3|DOI]]  
-  * ''Streck, Bernhard''\\ //Die Halab. Zigeuner am Nil.//\\ (=Sudanesische Marginalien, 4) 411 S. Wuppertal 1996: Hammer (Edition Trickster)\\ Halab ist hier zum einen Oberbegriff für peripatetische Gruppen, aber auch im engeren Sinn ins Niltal eingewanderte Araber. Streck rekonstruiert, die //Ghajar// genannten Halab im Sudan entstammten dem Zigeunertum der europäischen Teile des osmanischen Reichs, während die //Bahlawan// das orientalische Zigeunertum repräsentierten. Alle diese Gruppen bilden eine Unterschicht (Paria), deren Erwerbsnischen Handel und die handwerkliche Arbeit mit Schrott umfasst, wobei Reparieren im Vordergrund steht, aber auch das Grob- und Blechschmieden bis hin zu konstruktivem Metallbau. 
-    * Rezension von Kurt Beck, Anthropos, 93.1-3 (1998) 286–288. [[https://www.jstor.org/stable/40465847|Online]] 
-  * ''Walker, John''\\ //The gypsies of modern Egypt.//\\ The Muslim World 23.3 (1933): 285-289. [[https://doi.org/10.1111/j.1478-1913.1933.tb00259.x|DOI]]\\ "//Ghugar//" als Schmiede 
  
 ==== Mobilität ==== ==== Mobilität ====
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   * ''Joachim Henning''\\ Schmiedegräber.\\ RGA2. XXIV 210-213 (Berlin, New York 2004)   * ''Joachim Henning''\\ Schmiedegräber.\\ RGA2. XXIV 210-213 (Berlin, New York 2004)
   * ''H. Hingst''\\ //Schmiedegräber aus Schleswig-Holstein.//\\ Hammaburg 7 (1984) 61-68   * ''H. Hingst''\\ //Schmiedegräber aus Schleswig-Holstein.//\\ Hammaburg 7 (1984) 61-68
 +  * ''Hinton, D.''\\ //A Smith in Lindsey: the Anglo-Saxon Grave at Tattershall Thorpe, Lincolnshire//\\ Society for Medieval Archaeology Monograph Series No. 16, 2000.\\ Der Autor führt aus, dass die mitgeführte "copper-brazed handbell" nicht nur eine symbolische, sondern auch eine praktische Bedeutung hatte, indem sie seine Anwesenheit laut verkündete. King Wihtred of Kent (c. AD 695) hatte verordnet, dass Fremde sich bemerkbar zu machen hätten, andernfalls sie als Diebe verdächtigt würden.
   * ''Ježek, M.''\\ //The disappearance of European smith's burials.//\\ Cambridge Archaeological Journal, 25.1 (2015) 121–143. [[https://doi.org/10.1017/S095977431400064X|DOI]]   * ''Ježek, M.''\\ //The disappearance of European smith's burials.//\\ Cambridge Archaeological Journal, 25.1 (2015) 121–143. [[https://doi.org/10.1017/S095977431400064X|DOI]]
   * ''Lauermann, E.'', ''Pany-Kutschera, D.''\\ //Grab 3 aus dem Aunjetitzer Gräberfeld von Geitzendorf: Der Erste Nachweis einer Metallverarbeiterin in der Frühbronzezeit Niederösterreichs.//\\ Slovenská Archeológia,61.1 (2013) 93–106.   * ''Lauermann, E.'', ''Pany-Kutschera, D.''\\ //Grab 3 aus dem Aunjetitzer Gräberfeld von Geitzendorf: Der Erste Nachweis einer Metallverarbeiterin in der Frühbronzezeit Niederösterreichs.//\\ Slovenská Archeológia,61.1 (2013) 93–106.
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     * ''YALÇIN, Ü.''\\ //Zum Eisen der Hethiter//, S. 493-502     * ''YALÇIN, Ü.''\\ //Zum Eisen der Hethiter//, S. 493-502
  
-[[Wanderschmied |Wanderschmied]] +==== Schmiede in anderen Regionen ==== 
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 +  * ''Bollig, Michael''\\ //Hunters, foragers, and singing smiths: The metamorphoses of peripatetic peoples in Africa.//\\ S. 195--232 in: Joseph C. Berland, Aparna Rao (Hg.): Customary Strangers: New Perspectives on Peripatetic Peoples in the Middle East, Africa, and Asia. Westport 2004: Praeger. [[https://books.google.co.nz/books?id=fkksEQAAQBAJ&lpg=PA195&ots|Online]] 
 +  *''de Maret, P.''\\ //The smith’s myth and the origin of leadership in Central Africa.//\\ S.: 73–87 in: R. Haaland & P. Shinnie (Hg.): African iron working: Ancient and traditional. Oslo 1985: Norwegian University Press. 
 +  * ''Cuénod, A.''\\ //Metalworking in Pre-Islamic North Africa: A View from the Garamantian Oases.//\\ S. 211-258: ''Duckworth, C.N.'', ''Cuénod, A.'', ''Mattingly, D.J.'' (Hg.): Mobile Technologies in the Ancient Sahara and Beyond. Cambridge University Press 2020. 
 +  * ''Dickson, H.R.P.''\\ //The Arab of the Desert: A Glimpse into Badawin Life in Kuwait and Sau'di Arabia.//\\ London 1949/1972 (5.A.): Allen & Unwin, [[https://api.taylorfrancis.com/content/books/mono/download?identifierName=doi&identifierValue=10.4324/9781315727462&type=googlepdf|Inhalt]], darin u.a.: 
 +    *  Kapitel: The Salúki, S. 374–378, in dem Dickson beschreibt, dass die Soluby kamen, um Kessel zu flicken und Hufeisen zu fertigen. 
 +  * ''Robert Eisler''\\ //Die kenitischen Weihinschriften der Hyksoszeit im Bergbaugebiet der Sinaihalbinsel und einige andere unerkannte Alphabetdenkmäler aus der Zeit der XII. bis XVII. Dynastie//\\ Eine Schrift- und Kulturgeschichtliche Untersuchung. Herdersche Verlagsbuchhandlung, Freiburg 1919\\ Ein Wortumfeld für Schmiede und Eselnomaden. 
 +  * ''Gaß, Erasmus''\\ //Die Keniter: Stamm oder Berufsstand?//\\ S. 229–256 in: Walter Groß, Erasmus Gaß (Hg.): Studien zum Richterbuch und seinen Völkernamen, Stuttgart 2012: Katholisches Bibelwerk [[https://opus.bibliothek.uni-augsburg.de/opus4/frontdoor/deliver/index/docId/94557/file/94557.pdf|Online]] 
 +  * ''Henninger, J.''\\ //Pariastämme in Nordarabien: 1. Ṣlēb//\\ S. 215 in: Arabica Varia – Aufsätze zur Kulturgeschichte Arabiens und seiner Randgebiete, Göttingen 1989\\ Ṣlēb = Soluby  
 +  * ''Siegbert Hummel''\\ //Der Göttliche Schmied in Tibet//\\ Folklore Studies, 19 (1960) 251-272. 
 +  * ''W. M. Flinders Petrie''\\ ''The Metals in Egypt''\\ Ancient Egypt 75 (1915) 12--23\\ S. 23: //>>The name of the Chalybes from which the Greeks took their name for the metal is apparently Semitic in origin. It seems obviously connected with the Arabic halaby, a tinker; and with the well known mutation of h and s we can hardly refuse to see in this the soluby or steel worker of Arabia. This word solb for steel is Semitic, as it is clearly derived from iron being the strongest material; solb is loins, the strongest part; salib is firm or hard; salebah, solidity; solb, steel; soluby a steel worker; halaby a tinker; Chalybes, the iron workers; Chalups, iron; and our own word chalybeate ends the chain. Whether the distinction between sideros and khalups was that of iron and steel, deserves to be considered, certainly the Assyrian tools found in Egypt are mostly mild steel, as they can be permanently magnetised.<<//  
 +  * ''Benjamin W. Roberts'', ''Christopher P. Thornton'' (Hg.)\\ //Archaeometallurgy in Global Perspective. Methods and Syntheses.//\\ XIII, 868 S. Springer 2014 [[https://doi.org/10.1007/978-1-4614-9017-3|DOI]] 
 +  * ''Ruben, Walter''\\ //Eisenschmiede und Dämonen in Indien//.\\ Ergebnisse einer Reise, die mit Unterstützung des Forschungs-Institutes für Kulturmorphologie in Frankfurt a.M. und des Türkischen Unterrichtsministerium durchgeführt wurde.\\ Mit 60 Abb. auf 33 Taf. XX, 306 S. Leiden 1939: Brill. 
 +  * ''Streck, Bernhard''\\ //Die Halab. Zigeuner am Nil.//\\ (=Sudanesische Marginalien, 4) 411 S. Wuppertal 1996: Hammer (Edition Trickster)\\ Halab ist hier zum einen Oberbegriff für peripatetische Gruppen, aber auch im engeren Sinn ins Niltal eingewanderte Araber. Streck rekonstruiert, die //Ghajar// genannten Halab im Sudan entstammten dem Zigeunertum der europäischen Teile des osmanischen Reichs, während die //Bahlawan// das orientalische Zigeunertum repräsentierten. Alle diese Gruppen bilden eine Unterschicht (Paria), deren Erwerbsnischen Handel und die handwerkliche Arbeit mit Schrott umfasst, wobei Reparieren im Vordergrund steht, aber auch das Grob- und Blechschmieden bis hin zu konstruktivem Metallbau. 
 +    * Rezension von Kurt Beck, Anthropos, 93.1-3 (1998) 286–288. [[https://www.jstor.org/stable/40465847|Online]] 
 +  * ''Walker, John''\\ //The gypsies of modern Egypt.//\\ The Muslim World 23.3 (1933): 285-289. [[https://doi.org/10.1111/j.1478-1913.1933.tb00259.x|DOI]]\\ "//Ghugar//" als Schmiede 
wiki/wanderschmied.1773901375.txt.gz · Zuletzt geändert: von Norbert Lüdtke

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